
KI-lesbare Websites: Warum Unternehmen ihre Inhalte jetzt für LLMs vorbereiten sollten
KI-Systeme verändern, wie Menschen Informationen suchen, vergleichen und bewerten. Neben klassischen Suchmaschinen werden LLMs, KI-Assistenten und zunehmend auch KI-Agenten zu neuen Schnittstellen zwischen Unternehmen und potenziellen Kunden.
Für Websites bedeutet das: Inhalte sollten nicht mehr nur für Menschen und Suchmaschinen gut aufbereitet sein. Sie sollten auch so strukturiert vorliegen, dass KI-Systeme sie möglichst einfach lesen, verstehen und einordnen können.
Genau hier setzen llms.txt und Markdown-Versionen von Webseiten an.
Warum KI-lesbare Inhalte für Unternehmen relevant werden
Viele Unternehmenswebsites enthalten gute Inhalte: Leistungsbeschreibungen, Referenzen, Branchenwissen, Kontaktinformationen, Ratgeberartikel oder technische Details. Für menschliche Besucher sind diese Inhalte oft visuell ansprechend gestaltet. Für KI-Systeme kann genau diese Darstellung aber unnötige Hürden erzeugen.
Navigation, Layout, Animationen, JavaScript, wiederkehrende Seitenelemente und komplexe Komponenten machen es schwieriger, den eigentlichen Inhalt schnell zu erfassen. Die Information ist zwar vorhanden, aber nicht immer in der Form, in der ein LLM sie optimal verarbeiten kann.
Das kann dazu führen, dass Leistungen nicht eindeutig erkannt werden, Spezialisierungen untergehen oder wichtige Unternehmensinformationen nur schwer aus der Seite herausgelöst werden können.
Eine KI-lesbare Website schafft dafür eine zusätzliche Ebene: Die normale Website bleibt für Menschen optimiert, während zentrale Inhalte zusätzlich in einer reduzierten, strukturierten Form bereitgestellt werden.
Was Unternehmen davon haben
Der wichtigste Vorteil liegt in der besseren Zugänglichkeit der eigenen Inhalte. Wenn Leistungen, Kompetenzen und Kontaktinformationen klar strukturiert und maschinenlesbar vorliegen, können KI-Systeme sie leichter erfassen und korrekt einordnen.
Das ist keine Garantie dafür, in KI-Antworten aufzutauchen, schafft aber bessere technische Voraussetzungen für zukünftige digitale Sichtbarkeit.
Für Unternehmen ist das vor allem aus drei Gründen interessant:
- wird die eigene Website besser auf die Nutzung durch LLMs und KI-Agenten vorbereitet.
- sinkt das Risiko, dass relevante Informationen in komplexen Layouts oder verstreuten Seitenstrukturen untergehen.
- lässt sich diese Erweiterung oft pragmatisch umsetzen, ohne die bestehende Website optisch neu bauen zu müssen.
Die HTML-Seite bleibt wie gewohnt bestehen. Die Markdown-Version ergänzt sie für maschinelle Verarbeitung.
Was ist eine llms.txt?
Eine llms.txt ist eine Textdatei im Root-Verzeichnis einer Website. Sie kann LLMs und KI-Agenten Orientierung geben, welche Inhalte besonders relevant sind und wo diese zu finden sind.
Man kann sie sich als kompakten Wegweiser für KI-Systeme vorstellen. Statt eine Website komplett durchsuchen und interpretieren zu müssen, erhält ein System eine kuratierte Übersicht über wichtige Seiten, Inhalte und Einstiegspunkte.
Besonders sinnvoll ist das für Leistungsseiten, Referenzen, Über-uns-Inhalte, Kontaktinformationen, Ratgeberartikel oder andere Seiten, die erklären, wofür ein Unternehmen steht und welche Leistungen es anbietet.
Warum Markdown?
Markdown ist ein reduziertes, gut lesbares Textformat. Überschriften, Absätze, Listen und Links bleiben erhalten, während visuelle Layout-Elemente, Navigation, Design-Komponenten und JavaScript in den Hintergrund treten.
Für LLMs ist das hilfreich, weil der eigentliche Inhalt klarer sichtbar wird. Statt aus einer komplexen HTML-Seite erst den relevanten Text herauszufiltern, kann ein KI-System direkt mit einer strukturierten Inhaltsversion arbeiten.
Ist die technische Grundlage einmal geschaffen, können grundsätzlich alle relevanten Seiten zusätzlich als Markdown-Version bereitgestellt werden.
Unser Praxisbeispiel bei e-pixler
Wir haben diesen Ansatz auf unserer eigenen Website umgesetzt.
Neben der normalen Website stellen wir eine llms.txt bereit. Zusätzlich sind unsere Seiten auch mit .md-Endung verfügbar, zum Beispiel:
https://www.e-pixler.com/leistungen.md
Damit zeigen wir nicht nur theoretisch, wie KI-lesbare Inhalte funktionieren können, sondern nutzen die eigene Website als praktisches Beispiel.
Der entscheidende Punkt: Unsere Redakteurinnen und Redakteure müssen dafür keinen zusätzlichen Pflegeprozess übernehmen. Die Inhalte werden weiterhin wie gewohnt im CMS gepflegt.
Wie wir es technisch umgesetzt haben
Unsere Website basiert auf Payload CMS. Beim Speichern von Inhalten greift ein Hook, der die CMS-Inhalte automatisch in Markdown umwandelt. Dadurch entsteht zusätzlich zur normalen HTML-Ausgabe eine Markdown-Version der jeweiligen Seite.
Der Ablauf ist vereinfacht:
Inhalt in Payload CMS speichern → Hook wandelt Inhalt in Markdown um → Markdown-Version wird bereitgestellt → Website kann HTML oder Markdown ausliefern
Neben den .md-URLs unterstützen wir auch Content Negotiation über HTTP-Header. Das bedeutet: Ein Client kann mitteilen, welches Format er bevorzugt.
Wenn eine Anfrage mit folgendem Header kommt:
Accept: text/markdown
kann das Backend statt der HTML-Seite direkt die Markdown-Version ausliefern. Für normale Website-Besucher ändert sich dadurch nichts. Sie sehen weiterhin die gestaltete Website. Systeme, die Markdown anfordern, erhalten dagegen eine reduzierte, maschinenlesbare Version des Inhalts.
So bleibt die Lösung automatisiert, wartbar und nah am bestehenden CMS-Prozess.
Website jetzt prüfen
Viele Unternehmen wissen noch nicht, ob ihre Website bereits für LLMs vorbereitet ist. Deshalb stellen wir am Ende dieses Artikels einen einfachen URL-Check bereit.
Geben Sie Ihre Website-URL ein. Unser Tool prüft, ob eine llms.txt vorhanden ist und ob die Startseite bei einer Anfrage mit Accept: text/markdown eine Markdown-Version zurückliefert.
Geben Sie Ihre Website-URL ein. Unser Tool prüft, ob eine llms.txt vorhanden ist und ob die Startseite bei einer Anfrage mit Accept: text/markdown eine Markdown-Version zurückliefert.
Wenn Ihre Website noch keine llms.txt oder Markdown-Ausgabe unterstützt, ist das kein Problem. Es zeigt nur, dass es technisches Optimierungspotenzial gibt.
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Ihre Website für LLMs, KI-Systeme und zukünftige KI-Agenten besser zugänglich machen möchten.
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